eSIM ist da: HONOR Magic9 Pro Max und Vivo X500 Pro Max
„China-Handy? Lieber nicht, da fehlt doch eSIM.“ Dieses Argument zieht beim HONOR Magic9 Pro Max und Vivo X500 Pro Max nicht mehr. Beide haben eSIM direkt an Bord, dazu Android Auto. Wer diese Kamera-Flaggschiffe bisher links liegen ließ, sollte jetzt noch einmal hinsehen.
eSIM steckt jetzt auch in diesen beiden China-Modellen. Wer wegen fehlender eSIM bisher zur Global-Version gegriffen hat, hat damit eine neue Option.
Die eSIM ist endlich direkt im Gerät
China-Smartphones waren lange eine ziemlich verlockende Entscheidung mit einem kleinen Haken: tolle Hardware, aber bei einzelnen Alltagsfunktionen musste man genauer hinsehen. Gerade eSIM fehlte häufig. Für jemanden, der seine physische SIM ohnehin jahrelang im selben Handy lässt, war das verschmerzbar. Wer regelmäßig reist oder bereits einen eSIM-Tarif nutzt, hatte einen guten Grund, anderswo zu schauen.
Beim HONOR Magic9 Pro Max und Vivo X500 Pro Max gehört eSIM zur Ausstattung der chinesischen Geräte. Das steht inzwischen auf den chinesischen Herstellerseiten, nicht bloß im Datenblatt einer Global-Version. HONOR nennt bis zu zwei gespeicherte eSIM-Nummern. Vivo beschreibt zusätzlich die möglichen Kombinationen: zwei physische SIMs, eine physische SIM plus eine eSIM oder zwei eSIMs. Zwei Nummern sind dabei gleichzeitig nutzbar. Vier hinterlegte Nummern bedeuten also nicht vier aktive Leitungen.
Und ja, wir reden von eingebauter eSIM. Du brauchst dafür keine zusätzliche Adapterkarte im SIM-Schacht. Solche Adapter können bei älteren Geräten weiterhin helfen; wie das funktioniert, erklären wir in unserem Artikel zum Nachrüsten von eSIM.
Die eigene Nummer bleibt
Mit einem passenden Tarif kannst du deine physische Haupt-SIM behalten und die eSIM für mobile Daten nutzen. Praktisch, wenn du weiter unter deiner gewohnten Nummer erreichbar sein willst.
Der Reisetarif kommt aufs Handy
Ein unterstütztes eSIM-Profil lässt sich digital einrichten. Keine kleine Karte im Portemonnaie, kein Wechsel am Flughafen. Aktivierung und Laufzeit richten sich nach dem Anbieter.
Android Auto ist längst da. Zeit, das alte Vorurteil abzuhaken.
Die Route auf dem Autodisplay, Musik aus deiner App und die gewohnte Bedienung unterwegs: Wer Android Auto nutzt, möchte das beim Handywechsel behalten. Genau hier haben sich China-Versionen in den vergangenen Jahren spürbar verbessert.
Das begann nicht erst mit den beiden neuen Modellen. Seit den Generationen HONOR Magic7, Vivo X200, OnePlus 13 und OPPO Find X8 gehört Android Auto bei passenden China-Firmwares zum Alltag. Auch neuere Flaggschiffe dieser Reihen führen die Unterstützung weiter. Die pauschale Behauptung „China-Handys können kein Android Auto“ ist damit überholt.
- HONOR ab Magic7: Android Auto kam im April 2025 per MagicOS-Update für die Nutzung außerhalb des chinesischen Festlands.
- Vivo ab X200: Beim X200 Pro mini im Auto getestet, beim X200 Pro inzwischen auch ausdrücklich im Shop-Datenblatt aufgeführt.
- OnePlus ab 13: Unterstützung nach einem Firmware-Update, bestätigt durch Käuferberichte mit Fahrzeugtests.
- OPPO ab Find X8: Die Find-X8-Generation brachte die Unterstützung per passenden Updates; beim Find X8 Ultra ist sie im Praxistest belegt.

Unsere aktuellen Produktseiten führen das HONOR Magic9 Pro Max und Vivo X500 Pro Max als Android-Auto-kompatibel. Das macht die beiden zusammen mit nativer eSIM besonders spannend. Die genaue Firmware und dein Fahrzeug bleiben wichtig, vor allem wenn du kabellose Verbindung nutzen möchtest.
Aus „bei vielen aktuellen Modellen funktioniert es“ sollte allerdings kein „jede China-Version kann es“ werden. Das China-realme GT8 Pro ist derzeit beispielsweise noch ohne Android Auto gelistet. Ein Blick auf das konkrete Gerät spart mehr Ärger als eine pauschale Aussage über die Marke.
Xiaomi öffnet sich bei den Sprachen
Auch bei Xiaomi bewegt sich etwas. Beim aktuell angebotenen Xiaomi 18 Pro Max führt die China-HyperOS-Firmware inzwischen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Chinesisch. Wer bisher allein wegen der Systemsprache gezögert hat, kann das Gerät damit neu bewerten. Italienisch ist für diese Firmware derzeit nicht aufgeführt.
Android Auto und eSIM stehen bei dieser China-Version weiterhin auf „Nein“. Mehr Sprachen und mehr Google-Funktionen sind unterschiedliche Dinge. Die Fortschritte sind erfreulich, sie kommen aber je nach Hersteller und Modell in unterschiedlichem Tempo.
Was bleibt? Ein bisschen Aufräumen und persönliche Vorlieben
Ein China-Gerät bringt noch immer einige Apps und Dienste für den chinesischen Markt mit. Viele vorinstallierte Apps lassen sich löschen oder deaktivieren. Ein kurzer Durchgang nach der Einrichtung reicht oft, um den Startbildschirm nach dem eigenen Geschmack aufzuräumen. Einzelne Systemdienste bleiben Bestandteil der Firmware; nicht jede chinesische Funktion verschwindet vollständig.
Die Google-Maps-Timeline ist ebenfalls ein Punkt, den du kennen solltest. Sie lässt sich auf manchen China-ROMs nicht nutzen. Das ist die persönliche Standortchronik, in der du später nachsehen kannst, wo du gewesen bist. Sie ist eine andere Funktion als die Navigation. Wer ohnehin kein langfristiges Bewegungsprotokoll führen möchte, wird sie kaum vermissen. Wer seine Reisen gern auf diese Weise dokumentiert, sollte ihre Verfügbarkeit gezielt prüfen. Google bietet die Timeline freiwillig an und lässt sie standardmäßig ausgeschaltet.
Für die Kaufentscheidung lohnt sich außerdem der kurze Kompatibilitätscheck mit deinem Land und Netzbetreiber. Frequenzbänder und Dienste wie VoLTE oder WLAN-Telefonie hängen am konkreten Gerät und Anbieter. Das ist eine Prüfung vor dem Kauf, kein Grund, einen interessanten Import von vornherein abzuschreiben.
Noch wegen alter Vorurteile auf das Wunschhandy verzichten?
Android Auto fehlt? Bei diesen beiden nicht. eSIM fehlt? Ebenfalls erledigt. Zwei der stärksten Argumente gegen den China-Import verlieren damit ihren Biss. Jetzt dürfen wieder die Dinge entscheiden, für die du ein Flaggschiff kaufst: Kamera, Ausstattung und das konkrete Angebot.
Wenn eSIM bisher dein Ausschlussgrund war, gehören HONOR Magic9 Pro Max und Vivo X500 Pro Max jetzt auf deine Einkaufsliste. Prüfe deinen Anbieter, vergleiche die Varianten und such dir dein neues Kamera-Flaggschiff aus.

Magic9 Pro Max
Interessant, wenn du ein Kamera-Flaggschiff suchst und auf eSIM sowie Android Auto Wert legst. Entdecke Ausstattung, Varianten und aktuelle Angebote.
HONOR Magic9 Pro Max ansehen
X500 Pro Max
Für Foto-Fans, die ihr Smartphone auch auf Reisen unkompliziert nutzen möchten. Schau dir die China-Version mit nativer eSIM genauer an.
Vivo X500 Pro Max ansehenKein pauschales Kompatibilitätsversprechen: Entscheidend sind Modell, Firmware, Fahrzeug und Mobilfunkanbieter. Recherche vom 6. Oktober 2026. Keine eigene Geräteprüfung oder bestätigte Aktivierung eines ausländischen eSIM-Profils.
Quellen und weitere Informationen
- OPPO Find X8: Android-Auto-Kompatibilität der angebotenen China-Version
- Vivo X200 Pro: aktuelles Android-Auto-Datenblatt
- HONOR China: Magic9 Pro Max, offizielle eSIM-Spezifikation
- Vivo China: X500 Pro Max, eSIM und SIM-Kombinationen
- HONOR: Android Auto im Magic7-Update
- Stuff: OPPO Find X8 Ultra im Praxistest
- Vivo X200 Pro mini: Android Auto im Auto getestet
- OnePlus 13: Produktinformationen und Käuferberichte
- Xiaomi 18 Pro Max: konkrete China-Firmware und Sprachen
- realme GT8 Pro: derzeitige China-ROM-Kompatibilität
- GSMArena: vorinstallierte Apps auf dem Vivo X200 Ultra
- Google: Voraussetzungen für Android Auto
- Google: die optionale Maps-Timeline
